Schutzgebühr, wofür eigentlich?

Oft lese ich etwas davon, dass jemand gerne einen Hund aufnehmen möchte, gerne auch aus einem ungeplanten Wurf, aber sich ärgert, dass der Hund trotzdem nicht verschenkt wird. Da liest man dann etwas von "warum müssen die Hunde alle so teuer sein?" oder "Ihr wollt doch nur daran verdienen". 

 

Aber kann man daran überhaupt etwas verdienen? Und warum halten wir eine Schutzgebühr für sinnvoll?

 

Nun, die zweite Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten: Weil ein Tier etwas wert ist! Und leider ist es das in unserer Gesellschaft oft erst, wenn es "teuer" war, eben Geld gekostet hat. Erst dann überlegt man sich, ob man es leichtfertig wieder abgibt. Da gerade DAS sozusagen unser täglich Brot in Griechenland ist, möchten wir nicht riskieren, dass der Hund auch hier unüberlegt angeschafft und wieder abgegeben wird, wenn das Zusammenleben sich nicht von jetzt auf gleich als unheimlich entspannt und angenehm entpuppt. Es entsteht so eine gewisse Hemmschwelle. 

 

Allerdings hat das ganze auch einen ganz pragmatischen Grund, denn wir sind keine Millionäre, arbeiten ehrenamtlich und müssen die Kosten wie

 

- tägliches Futter

- Entwurmungen

- Impfungen

- Mikrochip

 

- EU - Heimtierausweis

- eventuelle Kastration

- Flug und

- Flugboxenrücktransport 

 

irgendwie decken können. Im blödesten Fall verletzt sich ein Hund auch mal oder erkrankt, sodass diese Kosten auch irgendwie getragen werden müssen.
Je nach Fluggesellschaft und Größe/Gewicht des Hundes kostet der Transport in einer Box im Frachtraum schon 75€ - 210€, einige Welpen werden mit wenigen Tagen ausgesetzt, bedürfen einer speziellen Betreuung und kosten demnach wenigstens 14 Wochen Futter. Von den großen Langzeitinsassen, die teilweise über Jahre bei uns sind, wollen wir gar nicht erst reden...